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Schwarze Serie bleibt bestehen

Knappe Niederlage in Kehl

Verbandsliga, 19. Spieltag: Kehler FV - SC Pfullendorf 2:1 (2:1)

Der SC Pfullendorf verliert sein erstes Pflichtspiel nach der Winterpause: Beim Kehler FV unterliegt die Konrad-Elf mit 2:1 (2:1). Die Gastgeber kamen durch zwei frühe Treffer früh auf die Siegerstraße und verwalteten anschließend ihre Führung clever. Damit bleibt der KFV so etwas wie der Pfullendorfer Angstgegner, somit ging jeder der letzten acht Vergleiche zwischen dem Sportclub und den Rheinstädtern an die Ortenauer.

Kehl presste sehr früh und ging direkt in Führung: Eine flache Hereingabe von Kehls Linksaußen David Assenmacher fiel über Umwege Kevin Sax direkt vor die Füße, der nur noch einschieben musste (4.). Die Pfullendorfer kamen überhaupt nicht ins Spiel und bekam von Kehl die Grenzen aufgezeigt. Wieder setzte sich David Assenmacher auf links durch, seine Hereingabe drückte Lucas Thierry Plautz direkt zum 2:0 ins lange Eck. Die Linzgauer kamen anschließend nach und nach in die Partie rein, allerdings hatte Kehl urplötzlich die dicke Chance zum 3:0: Paqarizis Schlenzer aus 20 Metern ging allerdings knapp neben das Gehäuse. Nachdem Kehls Stefan Laifer Alessandro Sautter im Strafraum nur mit einem Foul bremsen konnte, zeigte Regionalliga-Schiedsrichter Jonas Brombacher folgerichtig auf den Punkt. Mustafa Akgün ließ sich die Chance nicht nehmen und verkürzte auf 2:1 (29.). Urplötzlich bot sich für Kehl eine Riesenchance, als nach einem langen Ball Paqarizi gegen Caltabiano durchsetzen konnte, allerdings wartete der Kehler zu lange auf den Abschluss und vertändelte den Ball in aussichtsreicher Position (36.).

SCP-Trainer Marco Konrad stellt in der Halbzeit um auf zwei Spitzen und brachte Angreifer Lukas Stützle für den A-Junior Joshua Menger, der in der Grenzstadt sein Startelfdebüt feierte. Der Sportclub war nun bemüht, den Ausgleich herzustellen. Die Torchancen erspielte sich allerdings Kehl. David Assenmacher schoss zunächst zweimal knapp am langen Eck vorbei (49., 52.), ehe SCP-Keeper Sebastian Willibald nach einem Konter stark gegen ihn parieren konnte (53.). Nun folgten mehrere Torgelegenheiten für den SCP: Eine scharfe Freistoßflanke von Sautter verpassten mehrere Spieler in der Mitte, ehe Kehls Torhüter Daniel Künstle den Ball zur Ecke lenkte (56.). Nach einem schönem Zuspiel von Su auf Behr tauchte dieser frei vor Künstle auf, hätte das 2:2 machen müssen, scheiterte jedoch am Kehler Schlussmann (59.). Nur zwei Minuten später hätte Luca Gruler beinahe eine Ecke direkt verwandelt, allerdings lenkte Künstle das Leder gerade noch so über den Querbalken. Pfullendorf agierte nun offensiver, wodurch sich für Kehl Räume zum Kontern boten. Sax steckte durch auf Paqarizi, dessen Schuss ins kurze Eck konnte Willibald handlungsschnell entschärfen (63.). In Minute 74 hätte David Assenmacher alles klar machen müssen, jedoch scheiterte er wiederholt am starken Willibald. Eine weitere Möglichkeit zum Ausgleich bot sich für Mustafa Akgün in Minute 82, als sein Freistoß aus 27 Metern Künstle aber noch stark entschärfen konnte. Die Konrad-Elf versuchte nun alles, um den Ausgleich zu erzielen. Es gab aber keine weiteren Möglichkeiten und Kehl konnte auch die sechsminütige Nachspielzeit schadlos überstehen. Somit stand der Heimsieg für den KFV fest, der aufgrund der Torchancen und der starken Anfangsphase nicht unverdient ist.

Stimmen zum Spiel:

SCP-Trainer Marco Konrad: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen und vergessen, Zweikämpfe zu führen. Im Anschluss hatten wir das Spiel besser im Griff. Nach dem Elfmeter war das Spiel offen. Kehl hat es dann in der zweiten Halbzeit clever heruntergespielt. Wir hatten auch zweimal Glück, als Willibald gut parierte. Ich bin unzufrieden, da wir hier mit einem Punkt nach Hause fahren müssen.“

KFV-Trainer Heinz Braun: „Das war eine starke Mannschaftsleistung. Wir haben alles abgefeuert, was wir können. Allerdings hätten wir unsere Torchancen zum möglichen dritten Tor nützen müssen. Wenn wir den Ausgleich bekommen hätten, wäre es schwierig gewesen, wieder zurückzukommen.“

Statistik:

Kehler FV: 24 Künstle – 31 Weingart, 14 Abdessadki. 16 Laifer, 27 Aras – 19 Y. Assenmacher, 8 Madihi – 21 Plautz (67. 28 Sepp), 10 Sax, 11 D. Assenmacher (90.+1 15 Bouziane) – 20 Paqarizi (73. 17 Bounatouf)
SC Pfullendorf: 1 Willibald – 6 Keller (33. 15 Marena), 5 Steinhauser (46. 13 Lang), 32 Caltabiano, 20 Behr – 8 Fischer (81. 33 Waldraff), 37 Sautter – 22 Menger (46. 9 Stützle), 7 Gruler, 29 Su – 23 Akgün
Tore: 1:0 (4.) Sax, 2:0 (10.) Plautz, 2:1 (29.) Akgün (FE) – SR: Brombacher (Kandern) – Z: 150
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