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SC Pfullendorf will Heimserie ausbauen

Aufsteiger SV Bühlertal zu Gast

Verbandsliga Südbaden, 10. Spieltag: SC Pfullendorf - SV Bühlertal

Der Sportclub empfängt am Samstag den Tabellenelften SV Bühlertal. Aufgrund der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum am Samstagabend in der Pfullendorfer Stadthalle mit rund 300 Gästen, ist Anpfiff bereits um 14 Uhr in der Geberit-Arena.

Dieselbe Leier. Die 2:3-Niederlage des SC Pfullendorf am vergangenen Wochenende beim SV Kuppenheimer nagte doch sichtlich am Gemüt der Pfullendorfer. Während die Linzgauer zuhause eine lupenreine Weste tragen und von Sieg zu Sieg schreiten, hapert der SCP-Motor in der Fremde immer noch gewaltig. In fünf Anläufen hat es noch nicht mit einem Pfullendorfer Auswärtssieg geklappt. Die Big Points haben die Rot-Weißen liegen lassen. Der Live-Ticker auf den Smartphones der Pfullendorfer Beteiligten während der dreistündige Heimfahrt sorgte derweil nur für Kopfschütteln. Das drei Stunden später angepfiffene Spiel in Bühlertal verlor Spitzenreiter Kehler FV glatt mit 0:4. Es wär die Chance für der Pfullendorfer gewesen, den Sonnenplätzen im südbadischen Oberhaus ganz nah zu kommen - hätte der Sportclub seine eigenen Hausaufgaben gemacht.

Nach eingehender Video-Analyse war die Erkenntnis von SCP-Übungsleiter Adnan Sijaric, der am folgenden Sonntagmorgen gleich zur Trainingssession bat, schnell eindeutig: "Wir haben erkannt, dass es wieder eher an uns lag, als am Gegner. Das war sehr ärgerlich und können es natürlich nicht mehr rückgängig machen, deshalb schauen wir nach vorne und versuchen unsere Serie aufrecht zu erhalten." Zuhause zeigte die Sijaric-Elf bislang ein ganz anderes Gesicht, konnte saisonübergreifend gar die letzten sechs Heimpartien für sich entscheiden.

Zum fünften Saisonheimspiel gastiert der SV Bühlertal in der Geberit-Arena. Einen Gegner, der bei den Hausherren nicht nur gute Erinnerungen weckt. Vor drei Jahren, als der SCP bis zum Schluss auf den Klassenverbleib in der Verbandsliga Südbaden bangte, waren die Bühlertäler der entscheidenden Stolperstein, der den Linzgauer die letzte Hoffnung auf den Ligaerhalt entriss. Nachdem Frau Holle im Spät-April 2017 das Pfullendorfer Tiefental kurzzeitig nochmals mit einer weißen Schneedecke überzogen hatte, kam es fünf Tage vor Saisonschluss zum Nachholspiel in der Geberit-Arena. Anders als bei der 0:3-Klatsche auf dem Mittenberg in Hinspiel, war der Sportclub die bessere Mannschaft und ging nach sechs Minuten in Front, verpasste aber hochkarätige Chancen nachzulegen und kassierte in der 89. Minute aus heiterem Himmel nach einem Eckball den späten Ausgleich. Es war so etwas wie der Todesstoß, der den Pfullendorfern unterbewusst die letzte Hoffnung auf den Verbleib nahm. Anschließend verlor der SCP in Auggen 1:2 und das rot-weiße Schicksal mundete in der Landesliga.

Nun kommt es zum erneuten Duell mit dem SV Bühlertal, der in der besagten Spielzeit ebenfalls aus der Verbandsliga abstieg und erst im Sommer die Wiederkehr ins Oberhaus Südbadens feierte. Nach einem Stolperstart ist das Team von Johannes Hurle in der Spielklasse wieder angekommen, holte aus den letzten drei Partien sieben von derzeit elf Zählern. Zuletzt jener 4:0-Heimerfolg gegen den damaligen Tabellenführer Kehl, der seine Führung an den FV Lörrach-Brombach abgeben musste.

Pfullendorfs Coach Adnan Sijaric weiß vom guten Lauf der Mannschaft aus dem Landkreis Rastatt: "Bühlertal wird ein ganz schweres Spiel. Sie haben auch am Anfang der Saison schon gute Kritiken erhalten, auch wenn sie weniger gepunktet haben. Jetzt mit dem 4:0-Sieg gegen den Topfavoriten Kehl haben sie ihr Potential gezeigt." Sijaric aber macht schnell klar: "Wir schauen aber weiterhin eher auf uns und glauben, dass wir stark genug sind das Spiel zu Hause zu gewinnen." Fehlen werden weiterhin die Dauerpatienten Zimmermann, Petruv und Stark, ebenso wie Gavranovic. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Jonas Keller.

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