SC Pfullendorf will die Löwen bändigen

SC Pfullendorf will die Löwen bändigen

Regionalliga Südwest, 11. Spieltag SC Pfullendorf - KSV Hessen Kassel

Der SC Pfullendorf erwartet am Samstag (14 Uhr) den KSV Hessen Kassel in der Geberit-Arena.



von Stefan Lösch




Zweiter gegen Zweiter. Wenn am Samstag der Tabellenvorletzte SC Pfullendorf auf den Tabellenzweiten Hessen Kassel trifft, geht es nicht mehr oder weniger als um drei Punkte. Durch einen Dreier könnte die Elf von SCP-Trainer Adnan Sijaric wieder zum Mittelfeld der Tabelle aufschließen und einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machen. Der KSV braucht die drei Punkte aus dem Linzgau, um oben dran zu bleiben.



Sechs Wochen ist es her, damals Mitte August belegten die Pfullendorfer nach einem 4:2-Auswärtssieg bei Mainz 05 II noch den achten Tabellenplatz. Inzwischen ist die Linzgau-Elf aber wieder am Boden der Tatsachen angekommen und die Realität heißt: Abstiegskampf. Neun Spiele haben die Rot-Weißen nun schon hinter sich. Wirklich schwächer als der Gegner waren die Pfullendorfer allerdings nur in Eschborn (0:3) und zuletzt am letzten Freitag bei der 1:2-Heimpleite gegen Waldhof Mannheim. Ihre Überlegenheit konnten die Linzgauer allerdings nur in Mainz und beim einzigen Heimsieg gegen den FSV Frankfurt II (2:0) in einen Dreier umwandeln.



Das bessere Ende hatten die Pfullendorfer zumindest bei den Heimspielen gegen den KSV Hessen Kassel in den letzten Jahren immer für sich. Für die Nordhessen entwickelten sich die Gastspiele beim kleinen Club vom Bodensee fast schon zum Alptraum. Gleich fünfmal in Folge ging Kassel in Pfullendorf leer aus. Legendär bleibt die Aussage des ehemaligen KSV-Trainers Mirko Dickhaut, der nach der 1:2-Pleite im Jahre 2010 stöhnte: „Pfullendorf ist so ein schönes Städtchen. Aber ich kann es nicht mehr sehen!“ Dieser Pleite folgten in den Folgejahren zwei weitere: 2011 ein 2:1-Sieg und zuletzt im Frühjahr ein 1:0 durch einen Treffer von Manuel Stark. Ob es dem SCP erneut gelingt dem Aufstiegsanwärter ein Bein zu stellen? Damit wär das halbe Dutzend voll.



Der KSV jedenfalls, hat nach einer schwachen letzten Saison beste Karten im Aufstiegsgeschehen wieder kräftig mitzureden. Erst am letzten Wochenende konnte Spitzenreiter 1899 Hoffenheim II mit einem 3:1-Erfolg der Truppe von Uwe Wolf die erste Niederlage beibringen. Zuvor mussten die Nordhessen in acht Partien gerademal drei Gegentreffer mitnehmen. Vorne trafen der KSV in neun Spielen allerdings auch nur 11 mal. Auch deshalb haben die Hessen letzten Woche nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit Christian Henel (zuletzt Wormatia Worms) einen weiteren Stürmer unter ihre Fittiche genommen.



Ob es den Pfullendorfern erneut gelingt die Löwen zu bändigen? Zumindest mit an die Kette legen kann sie diesmal Jörg Schreyeck nicht, der wegen der fünften gelben Karte pausieren muss. Ein Kandidat für den Platz aus der Sechs neben Andreas Frick wäre Marcel Auer. Als etwas offensiveren Alternativen würden sich auch Piero Saccone und Christian Jeske, der zuletzt bei seinem ersten Einsatz nach sechswöchiger Verletzungspause beim 3:0 des F-Teams in Tennenbronn einen starken Eindruck hinterließ, anbieten. Diese Position könnte theoretisch aus Michael Falkenmayer einnehmen, dessen Einsatz sich aber erst kurz vor Spielbeginn entscheidet. Nicht dabei sind weiterhin Manuel Stark (Bänderriss), Tobias Kunter (Fuß) und Todor Staykov (Leistenprobleme). Zudem fehlt Timo Werne berufsbedingt.



Nach den zuletzt unglücklichen Auftritt der Unparteiischen in den beiden letzten Heimspielen, hat es der SCP diesmal mit einem ganz erfahrenen Mann an der Pfeife zu tun. Die Partie wird geleitet von Bundesligareferee Knut Kircher, der letzte Woche noch Schalke-Bayern pfiff.



Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

Assistenten: Philipp Lehmann, Benjamin Butz

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