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Knackige Aufgabe in Kehl

Pflichtspielauftakt an der französischen Grenze

Verbandsliga, 19. Spieltag: Kehler FV - SC Pfullendorf

Es geht wieder los: Am Samstagnachmittag bestreitet der SC Pfullendorf sein erstes Pflichtspiel nach der Winterpause. Um 15.30 Uhr (Rheinstadion) gastiert die Konrad-Elf beim Kehler FV. Die Auswärtsbegegnung wird direkt eine hohe Hürde, die es für den Sportclub zu meistern gilt.

Auch wenn die Vorbereitung ergebnismäßig wenig berauschend war, dürfte der Sportclub erst nach der ersten echten Standortbestimmung am Samstag beim Ligaauftakt in Kehl wissen, wo er momentan tatsächlich steht. In den ersten beiden Tests gegen die Regionalligisten Ulm (1:5) und Memmingen (0:3) hielten die Pfullendorfer gut dagegen, zeigten solide Leistungen. Dann folgte der Test in Laupheim (0:5), ein Spiel, in dem alles gegen die Linzgauer lief. Eine Woche später beim Oberzeller Wintercup wussten die Rot-Weißen phasenweise zu überzeugen, allerdings bekamen sie in beiden Spielen gegen Oberzell (2:2) und Kehlen (5:6) eine Führung nicht über die Zeit. Vergangene Woche folgte dann im letzten Testspiel der erste Sieg: In Überlingen gewann die Konrad-Elf mehr als verdient mit 3:2, lediglich die mangelnde Chancenverwertung verhinderte einen höheren Sieg.

Die Vorbereitung gestaltete sich zunächst schwierig, da der neue Pfullendorfer Kunstrasen nachwievor noch nicht benutzt werden darf, die Rasenplätze lange von Schnee bedeckt und gefroren waren. Nichtsdestotrotz trainierte die Mannschaft fünf Mal pro Woche, um sich die nötige Fitness für die verbleibenden zwölf Spiele der Verbandsliga zu holen. Einige Traingseinheiten absolvierten die Pfullendorfer auch auf dem benachbarten Kunstrasen in Krauchenwies. Da die Partie in Kehl auf Naturrasen stattfinden wird, fanden zuletzt auch einige Trainingseinheiten auf diesem Untergrund statt. SCP-Trainer Marco Konrad meint zur Vorbereitung: „Unabhängig von den Ergebnissen war die Vorbereitung gut. Wir hatten eine sehr hohe Trainingsintensität, was sich auf das ein oder andere Testspiel negativ ausgewirkt hat. Wir werden aber im Laufe der Rückrunde davon profitieren. Wir haben das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden.“

Aktuell rangiert der SC Pfullendorf auf Platz acht. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt neun Zähler. Somit muss sich der SCP keine allzu großen Sorgen mehr machen im Abstiegskampf, auch wenn die Konrad-Elf  gut daran täte schnellstmöglich die 40 Punkte-Marke zu knacken. Der Rückstand auf Platz drei hingegen beträgt lediglich fünf Punkte. Im Mittelfeld geht es sehr eng her in der Verbandsliga, daher sind noch einige Verschiebungen zu erwarten. Nach einer kleineren Misere im Oktober erlebten die Pfullendorfer einen goldenen November, in dem sie alle ihre vier Spiele gewinnen konnten, ehe zum Jahresausklang die Derbyniederlage gegen den FC Radolfzell deutlich schmerzte. „Für einen Aufsteiger war die bisherige Saison in Ordnung. Wir wollen uns aber noch weiter verbessern. Ich habe in der Winterpause die Spiele reichlich analysiert. Wir haben im Defensivverhalten noch ordentlich Luft nach oben. Das hat uns mehrere Punkte gekostet. Mit dem Offensivspiel bin ich zufrieden, da wir fußballerisch gut agiert haben“, sagt SCP-Übungsleiter Marco Konrad.
Mit dem Kehler FV erwartet die Konrad-Elf zum Rückserienauftakt direkt ein harter Brocken. Aktuell belegt Kehl Platz sieben, ein Rang und zwei Punkte vor dem SCP. Es kommt also zum Duell zweier direkter Tabellennachbarn. Im Hinspiel gewann der KFV mit 1:2 im Linzgau. Generell gelten die Gastgeber als Angstgegner für den Sportclub, da sie die letzten sieben Pflichtspiele allesamt gewinnen konnten. Nachdem Ex-Profi Karim Matmour in der Hinrunde als Trainer hingeworfen hat, wurde Heinz Braun reaktiviert, der die grün-weißen nun bis Saisonende trainieren wird. „Kehl ist eine sehr disziplinierte und taktisch starke Mannschaft. Sie verfügen über erfahrene Spieler und sind stark am Mann. In der Offensive haben sie mit Kevin Sax einen Spieler, der eine Partie im Alleingang entscheiden kann. Für mich ist es überraschend, dass Kehl in der Tabelle nur auf Platz sieben steht. Von ihrer Qualität her müssten sie weiter oben stehen. Ich gehe davon aus, dass sie sich in der Tabelle noch hocharbeiten werden. Daher wird das ein sehr schweres Auswärtsspiel zum Auftakt“, wird Konrad deutlich.
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