Kai Sautter gegen Oberachern

SCP siegt trotz 50-minütiger Unterzahl

Kai Sautter gibt sein Comeback

Testspiel: FV Biberach - SC Pfullendorf 1:2 (1:2)

Der SC Pfullendorf hat am Samstagmorgen das Testspiel beim württergischen Bezirksligatabellenführer FV Biberach mit 2:1 gewonnen.

 „Ich hoffe, dass am Wochenende alle gesund bleiben“, hatte SCP-Cheftrainer Marco Konrad bereits im Vorfeld das Dilemma im Pfullendorfer Lager angedeutet. Am Wochenende, beim Test in Biberach an der Riß, fehlten den Linzgauer dann gleich zwölf Akteure, die mehr oder weniger zum Stammpersonal gehörten. Das aber machte sich am Samstagmorgen lediglich auf der dünn besiedelten Bank der Rot-Weißen bemerkbar. In der Startelf des SCP dagegen gab es ein erfeuliches Comeback: Kai Sautter, der sich im September 2016 das Kreuzband gerissen hatte, meldete sich nach 504 Tagen Pause für 45 Minuten auf dem Grün zurück.

Glücklich war auf Seiten des SC Pfullendorf war auf jeden Fall, dass sich dem Lazarett kein weiterer hinzugesellte, denn der Test auf den Kunstrasenplatz am Biberacher Erlenweg hatte es für den südbadischen Landesligaspitzenreiter in sich. Die Konrad-Elf sah sich in diesem Test eine höheren Intensität konfrontiert als in so manchem Landesliga-Pflichtspiel. Ärgerlich: SCP-Neuzugang Mustafa Akgün verabschiedete sich bereits fünf Minuten vor der Pause mit Gelb-Rot zum Duschen.

Zu Beginn ging es gleich auf Schlag. Nach fünf Minuten nutzte Robin Slawig aus spitzen Winkel ein gute Einschussmöglichkeit zum 1:0. Doch die Pfullendorfer Freude währte nur kurz, denn der mutig aufspielende Landesligaabsteiger aus dem Rißtal spielte frech nach vorne und nutzte ein Pfullendorfer Abstimmungproblem bereits drei Zeigerumdrehungen später zum Ausgleich, als Kubilay Yesilöz im Rücken der Gästeabwehr freigespielt wurde und mit einem Lupfer SCP-Torsteher Sebastian Willibald überlistete.

In der Defensive ungewohnt viel beschäftigt, suchte der SCP selbst aber sein Heil weiter in der Offensive. Eine Akgün-Flanke wie aus dem Lehrbuch kopiert, nutzte Sturmpartner Alen Rogosic mit einem Kopfball in den Torwinkel zum 1:2 (21.). Acht Minuten vor der Pause bot sich Slawig gar die Chance zum dritten Pfullendorfer Treffer, FVB-Schlussmann Florian Fritzenschaf machte sich aber ganz lang und lenkte die Kugel gerade noch zur Ecke. 

Diskutabel war dann der Feldverweis gegen SCP-Angreifer Mustafa Akgün, der erst von Aksit rüde gefoult wurde, dann zu heftig protestierte. Resultat war der gelbe Karton für beide. Doch der Nickligkeiten nicht genug, weil die Biberacher Bank die Szenerie lautstark anheizte und sich der Unparteiische von der Hektik leiten ließ, war für den Pfullendorfer kurz darauf vorzeitig Feierabend. Obwohl Akgün vom Ex-Pfullendorfer Ahmad Yosef gefoult, schickte Schiedsrichter Raimund Bailer den echauffiert reagierenden Neuzugang des SCP mit Gelb-Rot in der 40. Minute vom Platz. Wohlgemerkt, es war ein Freundschaftspiel, eins, dass seinem Namen nie gerecht werden sollte.

Auch im zweiten Durchgang bekamen die Rot-Weißen vom Bezirksligisten immer wieder auf die Socken. Doch die Pfullendorfer blieben gelassen und arbeiteten in Unterzahl stark gegen den Ball. Immer wieder boten sich den Gästen guten Kontermöglichkeiten, die die Linzgauer teilweise fahrlässig liegen ließen. Weil aber auch die Hausherren im Abschluss nicht die nötige Konsequenz auf den Platz brachten, drei hochkarätige Chancen teils eklatant versiebten, blieb es beim knappen Sieg der Pfullendorfer, die in einer Partie mit hoher Schlagzahl vier Wochen vor dem Rückrundenstart mehr als nur gut dagegen hielten.

Den nächsten Test bestreitet der SC Pfullendorf am kommenden Sonntag. Ab 14 Uhr ist die Konrad-Elf dann beim FV Ravensburg II zu Gast.

SC Pfullendorf: 1 Willibald - 11 Erdem, 2 Kahl, 4 K. Sautter (46. 20 Fähnrich), 10 Behr (72. 21 Renger) - 7 Gruler, 18 Berger, 8 A. Sautter, 25 Slawig - 23 Akgün, 14 Rogosic

Tore: 0:1 (5.) Slawig, 1:1 (8.) Yesilöz, 1:2 (21.) Rogosic - SR: Bailer (Achstetten) - Z: 50 - Bes. Vor.: Gelb-Rot für Akgün (40./SCP)

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