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Kantersieg für Kai Sautter

Sportclub schenkt Salem ein halbes Dutzend ein

Landesliga Südbaden, 18. Spieltag: SC Pfullendorf - FC Rot-Weiß Salem 6:0 (2:0).

Der SC Pfullendorf hat mit einem glatten 6:0-Heimerfolg gegen den FC Rot-Weiß Salem seine Ambitionen in Sachen Meistertitel untermauert. Die Gäste wehrten sich eine halbe Stunde auf dem Kunstrasen ganz ordentlich, ehe die Linzgauer die Schlossseekicker quasi überrollten.

Dabei hatte die Partie eine ganz besondere Tragik bekommen, nachdem sich SCP-Eigenwächs Kai Sautter im Abschlusstraining  bereits zum dritten Mal am Knie schwerverletzte. Sautter war erst nach anderthalbjährige Pause aufs Grün zurückgekehrt. Ihr Mitgefühl drückten seine Mannschaftskollegen beim Kantersieg am Samstag mehrfach aus: Bei allen Treffern hievten die Pfullendorfer das Trikot von Kai Sautter mit der Nummer vier in die Höhe. Doppelt bitter: Auch SCP-Kapitän Felix Steinhauser kehrte mit einem Kreuzbandriss von seinem Kanada-Aufenthalt ins Linzgau zurück.

Dabei begannen die Gäste mit ihrem neuen Trainer Ingo Martin gar nicht schlecht, früh attackierten die Salemer die Pfullendorfer im Spielaufbau. Nachdem Rogosic (15.), Akgün (21.) und Stephan Steinhauser (24.) den Führungstreffer knapp verpassten, köpfte RWS-Abwehrmann Tobias Schmid das Leder per Kopf über seinen herauseilenden Schlussmann Rene Kölle aus 16 Metern quasi unbedrängt ins eigene Tor - 1:0 (25.). Zehn Minuten später wurde Kölle erneut per Heber überlistet, diesmal von Pfullendorfs Luca Gruler, der nach Zuckerpass von Abdulahad frei vor dem Gästetor auftauchte und sah, dass der Salemer Keeper frühzeitig aus seinem Kasten herauseilte (35.). Den dritten Treffer hätten Akgün (41./44.) und Ex-Salemer Gruler (44.) noch vor dem Pausentee nachlegen können.

Glück hatte der SCP kurz nach der Pause, als nach einem Freistoß von Sabino Salems Spielführer Henning Bröski  das Spielgerät knapp am SCP-Kasten vorbeisetzte. Es sollte die einzige Chance völlig überforderter Gäste bleiben. Auch im Anschluss rollte Angriff um Angriff auf das Salemer Gehäuse. Nachdem Kölle erst prächtig gegen Alessandro Sautter parierte, holte Bröski beim Nachschussversuch plump Pfullendorfs Daniel Abdulahad von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte SCP-Neuzugang Mustafa Akgün souverän - 3:0 (50.).
Damit nicht genug. Salem konnte sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Die logische Folge war das 4:0 durch Alen Rogosic, der mit einem strammen 17-Meter-Schuss den regungslosen Schlussmann wohl auf dem falschen Fuß erwischte (63.). Zehn Minuten später drückte Patrick Fähnrich nach einem Eckball das Leder aus kurzer Distanz über die Linie.

Infolge zahlreicher Auswechslungen ließ der SCP in der Schlussphase nach. Dennoch machte Mustafa Akgün mit einem Freistoß drei Minuten vor Schluss das halbe Dutzend perfekt und unterstrich damit eine aus SCP-Sicht entzückende Darbietung zum Rückrundenstart. Salem hingegen muss seine Zähler gegen die direkten Kontrahenten einsacken, der SCP erwies sich an diesem Nachmittag mehr als nur eine Nummer zu groß.

SC Pfullendorf: 1 Willibald - 10 Behr, 5 S. Steinhauser, 2 Kahl, 15 Marena - 7 Gruler (65. 11 Erdem), 19 Keller (74. 17 Huber), 8 A. Sautter, 16 Abdulahad (78. 25 Slawig) - 14 Rogosic (69. 20 P. Fähnrich), 23 Akgün

FC Rot-Weiß Salem: 95 Kölle - 12 Moßbrucker, 5 T. Schmid, 4 Bröski, 2 Gütt - 18 N. Notheis (52. 11 Senn), 3 Frei - 8 Gut (72. 16 Buneta), 7 Sabino, 10 Falco (6. 13 Ramos) - 27 Müller (68. 9 Beck)

Tore: 1:0 (25./ET) T. Schmid, 2:0 (35.) Gruler, 3:0 (50./FE) Akgün, 4:0 (63.) Rogosic, 5:0 (73.) P. Fähnrich, 6:0 (87.) Akgün - SR: Buuck (Bad Krozingen) - Z: 260

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