Geschichte

Wissenswerte über die Geschichte des SC Pfullendorf.

2. August 1919
Gründung der "Rasensportabteilung" des TV Pfullendorf
1921
Selbständig als SC Pfullendorf
(25 Februar 1924 Eintrag ins Vereinsregister)
1945-46Umbenannt in SV Pfullendorf
21. September 1946
Wiedergründung als FC Pfullendorf
23. Juni 1950
Rückbenennung in SC Pfullendorf


In den letzten Jahren machte besonders die Fußballabteilung auf sich aufmerksam. Der SC Pfullendorf stieg 1980 erstmals in die Amateur-Oberliga Baden-Württemberg auf. In den folgenden 15 Jahren gelang es der Mannschaft insgesamt viermal, unmittelbar nach einem Abstieg als südbadischer Verbandsligameister in die Oberliga zurückzukehren. 1998 folgte dann der Sprung in die „alte“ Regionalliga Süd, und zwei Jahre später nahm Pfullendorf als Zweitplatzierter hinter dem SSV Reutlingen 05 sogar an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga teil, in der jedoch nur der dritte Platz hinter LR Ahlen und Union Berlin erreicht wurde. Die darauf folgende Saison 2000/01 führte zum erneuten Abstieg aus der Regionalliga und stellte den SCP erneut vor die Aufgabe, einen direkten Wiederaufstieg zu schaffen, und tatsächlich konnte sie auch beim fünften Mal gelöst werden. Von 2002 bis 2008 spielte Pfullendorf in der drittklassigen Regionalliga Süd. Durch den 17. Tabellenplatz in der Saison 2007/2008 erreichte Pfullendorf das Ziel, sich für die 3. Liga zu qualifizieren, nicht und spielt seit der Spielzeit 2008/2009 in der viertklassigen Regionalliga Süd. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Südwest startet der SC Pfullendorf ab Sommer 2014 in der Oberliga Baden-Würrtemberg

Der erneut schlechte Verlauf der Saison 2004/2005 sorgte für die Ablösung von Trainer Günter Rommel noch während der laufenden Spielzeit. Marco Kurz, Ex-Profi u.a. bei TSV 1860 München, übernahm als Spielertrainer die Geschicke des SCP. Zwar belegte man am Schluss nur Rang 16, aber nachdem der 1. SC Feucht keine Lizenz für die neue Saison beantragt hatte und mit Eintracht Trier nur eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Süd abstieg, reichte es für dieLinzgauer trotzdem zum Klassenerhalt.

Zur Saison 2006/2007 übernahm Michael Feichtenbeiner wieder den Trainerposten in Pfullendorf. Er konnte mit seinen Spielern am 10. September 2006 den wohl größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern, als der SC Pfullendorf in der ersten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten Arminia Bielefeld mit 2:1 besiegte. Am 24. April 2008 wurde Michael Feichtenbeiner entlassen.

In der Saison 2010/2011 war Helgi Kolviðsson Trainer des Sportclubs, sein Nachfolger zur Saison 2011/2012 ist Kristijan Djordjevic. Nach nur wenige Wochen wurde Djordjevic jedoch von seinen Aufgaben entbunden und Co-Trainer Adnan Sijaric übernahm. Nach acht Niederlagen in Folge zu Beginn der Saison 2013/2014 übernahm interimsweise Jugendkoordinator Klaus Steidle den Posten von Sijaric, ehe wenige später Stephan Baierl anheuerte. Nach dem Abstieg leitet ab Sommer 2014 nun Patrick Hagg die Geschicke des Oberligisten.

Im Mai 2014 beschloss der Vorstand, nach der Saison 2013/14 freiwillig in die Verbandsliga abzusteigen. Dies begründete Vereinspräsident Martin Fritz damit, dass ein konkurrenzfähiger Oberligakader für den Verein nicht finanzierbar wäre. Gleichzeitig wurde die Auflösung des Vertrages von Trainer Stephan Baierl angekündigt. Anfang Juni 2014 wurde die Mannschaft schließlich doch für die Oberliga 2014/15 gemeldet. (Auszug Wikipedia)



Historie

Die Gründung

Von einem Kriegsteilnehmer wurde dem "Pfullendorfer Anzeiger" ein Brief zugesandt, der dort am 5. August 1919 veröffentlicht wurde.

Der Inhalt dieses Briefes:

"Nur durch Sport kann man heute noch eine kräftige Jugend und dadurch Männer heranbilden, die allen Anforderungen des Lebens gewachsen sind, weil nämlich innere und sachliche Hingabe an ein Ziel im höchsten Grade
auf die Probe stellt, eine wahre Stahlschmiede der Männerkraft!
Wer während des Krieges mit da draußen all die Strapazen undEntbehrungen so recht verkostet hat, der weiß gewiß die frühzeitige Heranbildung und Abhärtung eines jungen Körpers zu würdigen. Aus dieser Erkenntnis heraus hat am vergangenen Samstag (2. August 1919) der hiesige Turnverein seine Mitglieder zusammengerufen und ist zur Gründung einer Rasensportabteilung geschritten.

Die Führung und Leitung derselben wurde in bewährte Hände gelegt und
es ist sodenn zu hofen, das gar bald ein neuer, frischer Sportgeist sich in Pfullendorfs Jugend hervortun möge. Zunächst wurde eine Fußballriege gebildet und alle Anzeichen, als ganz besonders das Vorhandensein einiger ganz tüchtiger Fußballspieler, wie überhaupt das allgemein rege Interesse sprechen dafür, daß Pfullendorf gar bald eine tüchtige Fußballmannschaft
ins Feld stellen dürfte.

Somit wäre auch weiterhin der Einwohnerschaft Pfullendorfs an manchen Sonntagnachmittagen ein interessantes sportliches Treiben geboten, besonders dann einmal, wenn bei herangereiften, tüchtigem Können auswärtige Gäste sich zum Kampf auf dem grünen Rasen einfinden werden.
Es sei jetzt schon aber gesagt, daß die Rasensportabteilung im Turnverein keineswegs gedenkt, bei der nun gebildeten Fußballriege stehen zu bleiben, im Gegenteil, sie hofft bei hinreichender Teilnahme der hiesigen Jugend und zwar beiderlei Geschlechts auch noch zur Bildung anderer Rasensportarten wie Tennis, Faustball usw. übergehen zu können.

Also an euch, Jugend, liegt es! Zeigt, daß ihr Verständnis habt für die Heranbildung und Abhärtung wie auch für die Erhaltung eines gesunden Körpers. Darum hinein in den Turnverein, fleißig geturnt und rührig Sport getrieben.

Gut Heil!"


Am 21. September 1919 wurde erstmals gegen einen auswärtigen Gegner angetreten. Zur Deckung der Reisekosten des FC Stockach 3 wurde eine Aufklärungsschrift über das Fußballspiel zu 30 Pfennig verkauft, die gleichzeitig auch als Eintrittskarte galt. Übrigens: Das Spiel wurde mit 5:2 gewonnen und besonders hervorgehoben wurde Pfullendorfs Torhüter, der durch rasches Hinwerfen großartig rettete.
Übrigens: Ein Kassenplus von 1,76 Mark wurde erwirtschaftet.
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